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Die Geschichte der Burg Maßenburg bei
Leoben
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Ausser
Massenberg bei Glansdorf, zwischen Seiz und Trofaiach, kommen in Gößer
(Gösser) Chronik die folgenden Namen oder Schreibweisen vor: Massinberg
(1175), Messinberg (1245), Maessenberg (1248), Massenberge (1250), Massenberch
(1254), Messuaberg (1259), Messenberg (1279), Maessenberch (1284), Messenwerch
(1310), Mechsenberch (1329), Maechsenberch (1382), Messenberch (1335),
Messenwerg und Maessenwerch (1347), Mechsenberg (1413). |
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Das
ursprüngliche Gebäude funktionierte als Jagdschloss, welches
später verstärkt wurde. |
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1262 |
Die
einstige Währanlage wurde durch den Böhmenkönig Herzog
Ottokar 1262 zum Schütze der Strasse umgebaut und dem Rittergeschlecht
der Maßenberger übergeben. Der erste Name der Burg war „Oberhaus“.
Später wurden verschiedene Geschlechter damit belehnt unter denen
die Herren von Zollner, die die Anlage verstärkten. |
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1423 |
Erstmals
erscheint der Name M(e)aßenburg. |
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1440 |
Die
Burg wurde von König Friedrich III. an Christof Hofmann zu Formbach
übergeben |
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1480 |
Die
Burg übersteht die Türkengefahr unversehrt. |
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1507 |
Hans
Haug der Eisenerzer Amtmann und Forstmeister erhällt die baufällige
Massenburg und macht sie wieder verteidigungsbereit. |
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1518 |
Kaiser
Maximilian I verpfändet die Burg an Veit
Zollner von Maßenberg kaiserlichem Rat
und Kammermeister des Niederösterreichischen Landes, wessen Nachkommen
die Burg ausgebaut, verstärkt und modernisert haben. |
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1525 |
Bauerkrieg,
aufrührerische Bauern bedrohen mehrfach die Burg |
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1528 |
Die
Burg wurde Veit
Zollner für seine Verdienste während
des Bauernkrieges von 1525 als erbliches Lehen übergeben. König
Ferdinand I ermahnt Zollner den Ausbau der Maßenburg aufgrund
großer Kriegsgefahr zu veranlassen. |
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1543 |
Die
schadhafte Burg wurde erneut instand gesetzt und mit Geschützen
bestückt. |
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1547 |
Nach
dem Tod Veit
Zollners (1547) erhielt dessen Frau Anna den
Besitz, nach ihr die Söhne Erasmus
und Peter
Zollner |
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1580 |
Peter
Zollner verstärkt die Wehranlagen. Ein neuer runder
Torbau der so genannte „Hundsbart“ wurde errichtet und mit
einem ausgemauerten Graben umgeben, eine vorspringende Bastei nördlich
des Turmes wurde auch erbaut. |
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1609 |
Tod
Peter
Zollner, es folgt eine Rechtsstreit zwischen seinen Erben
und Stift Seckau. Gotthard (auch Gottfried genannt) Zollner von Massenberg übernimmt die Massenburg. |
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1627 |
Kommt
Otto Gottrfied von Kolloitz in den Besitz |
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1638 |
Gotthard
übernimmt wieder die Burg. Die wegen Steuerrückstände
vorübergehend gepfändete Herrschaft von Stadl gelangte nach
langen Erbstreitigkeiten auch an Gotthard Zollner, da er der einzige
katholische Erbberechtigte war. |
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1658 |
Nach
dem Tod Gotthard Zollner übernimmt die Burg sein Sohn Hans Ludwig
Zollner Freiherr von Stadl und Massenberg. |
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1664 |
Von
1664 bis 1671 dürfte das Stift Admont Bestand- oder Satzinhaber
der Herrschaft sein. |
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1674 |
Am
10. August 1674 ist Johann Ludwig Zollner Freiherr von Massenberg.verstorben,
der Erbe war Sigmund Friedrich Zollner von Massenberg |
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1682 |
1682
bis 1692 vormundschaftliche Regierung der Witwe Maria Johann Francisca |
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1683 |
Nachdem
die Türken im Murtal 2 Armeecorps vereinigt hatten, haben die Leobner
1683 alle Brücken abgetragen. Am 11 Juli berichtet Paul Egger,
der Bürgermeister von Leoben, nach Wiener Neustadt, dass die Stadt
mit Pulver nicht aushelfen könne, da man dort selbst kaum 6 pfund
in Vorrat habe. Am 17. Juli hatte die Herrschaft Massenberg 7 Mann zur
Sicherung der Grenzpässe, besonders des Semmering beizustellen.
Die Burg hat die Belagerung von 16. Juli bis 12 September heldenmütig
überstanden. In den Zeiten des Kriegsnot hat die verwitete Maria Johanna Francisca Freii von Massenberg, geborene Freiin von Wilfelsdorf der Burg- und Amtsverwaltung allein geführt. |
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1692 |
Nachdem
Georg Adam Zollner das 21. Lebensjahr überschritten hatte, wurde
das Gesuch zur Selbstverwaltung des Fidei Commisses erstellt. Der Vertrag
wurde aber erst 17. November 1694 ausgefertigt. |
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1694 |
Francisca
geborene Freiin von Wilfersdorf heiratete den älteren Ludwig Pertold
von Neuhaus und in einigen Jahren später den Ernst Freiherr von
Teufenbach (auch Teufenpach geschrieben), der seinen Einfluss auf die
Burg und Herrschaftt soweit erstrecken konnte, dass Georg Adam beim
Landeshauptmann um Vornahme einer Sperre gegen unpässlich gewordenen
Teuffenpach einen Antrag erstellen musste. Die Bewilligung erfolgte,
und um sie vollzuziehen wurden Christoph Ignaz Thunbschitsch und Andreas
Plickherer am 19. Januar 1964 auch mit der Sperre des Knittelfelder
Hauses beantragt. |
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1703 |
Im
Jahre 1703 musste das Massenberger Amt wieder 9 Mann wegen Bedrohung
der Türken stellen. |
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1710 |
In
Jahren 1710-1711 traten öfters die Peter Zollner'schen Fideicommissanwärter
zusammen (Graf Leopold von Herberstein, Sigmund Friedrich Graf Kefenhiller,
Georg Ferndinand Graf Fabelhaubt) die Massenberg'sche Herschafft pfandweise
in Verwaltung zu nehmen. Um das Fideicommisgut nicht noch mehr in Verfall
geraten zu lassen, befreiten die Herrschaft durch Erlag einer Pfandsumme
von der Landschaftsverwaltung und erlangen nun Georg Adam Zollner das
Satzrecht auf das gesammte Fideicommisgut. |
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1711 |
Nach
freiwilligen Rücktritt von Georg Adam Zollner und gegen Auszahlumg
der ausstehenden Steuern wurde die Burg an die Grafen Wurmbrand verpachtet.
Prozesse um Erbrechte und Verlassabhandlungen dauerten bis zu 1721 an.
Die Fidelcommissbehörde war über diese Massenberg'sche Angelegenheit
selbst sehr unklar. Zwischen Maria Viktoria, der verwitweten Zollner
und Maria Antonietta , der verwitweten Wurmbrand um das Fideicommiss
einerseits, wegen der prioritätsfrage der Geldansprüche andererseits,
in letzterer Hinsicht auch mit den Eisen'schen Erben und anderen Creditoren
währten Prozesse bis zum Jahre 1730. |
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1712 |
In
einem Bewilligungsdecret vom 31. Mai. 1712 waren Besitzsrechte, Gerichtsbarkeit
und Nahmensführung nicht mit den Herren von Massenberg verbunden,
da es ja bei einigenmassen günstigeren Geldverhältnissen jeden
Satzinhaber zu jeder Zeit freistand, die alten Repräsetationsvorrechte
wieder entfernen zu lassen. |
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1730 |
Durch
den Urteil des Schwurgerichtes vom 26. Januar 1727, bestätigt durch
kaiserliche Verfügung vom 23. August 1730, welche Lehensrechte
der Wurmbandsche Familie bestätigte, durfte die Witwe Maria Victoria
das Zollner'sche Siegel führen. |
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1732 |
Die
Tochter von Anna Maria Wurmbrand Gräfin Maria Theresia Stürgkh
erbte das Schloss. |
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1739 |
Der
5. december 1739 war der Tag des Abschlusses des achzehnjärigen
Processes zu bezeichnen, in welchem der Witwe Georg Adams Freiherrn
von Zollner auf Massenberg für die Zeit ihres Lebens aus dem Fideicommisscapital
der Genuss jährlicher 400 fl. (Gulden) zugesichert wurde. |
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1749 |
Bis
1749 lebte die Witwe zurückgezogen zumest in dem Grazer Hause in
der Prankergasse bisweilen in Wien. |
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1806 |
Es
lasten große Schulden auf der Herrschaft. Graf Alois von Trautmannsdorf
kommt in Besitz der Herrschaft. |
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1810 |
Die
Maßenburg ist als staatliche Burg geschildert. |
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1820 |
Abbruch
der Burg unter Alois von Trauttmansdorf, nach einem Brandfall wurde
die Burg bis auf geringe Reste abgetragen. Das Material wurde zum Hausbau
in Leoben verwendet, einzig der östlich gelegene Torbau bleibt
erhalten |
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1860 |
Karl
Graf von Stürgkh nimmt als letzter das landesfürstliche Lehen
entgegen, zu diesem Zeitpunkt sind nur noch die Grundmauern sichtbar. |
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1937 |
Ausgrabungen. |
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1942 |
Einbau
einer Luftbeobachtungs- und Luftschutzstelle. Mehrere Anschläge
durch die russischen Luftstreitkräfte. Grosse Schaden. Die Burg
wurde komplett zerstört |
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1995 |
Beschließt
der Gemeinderat der Stadt Leoben die Ruine der Maßenburg für
die Bürger der Stadt Leoben wieder begehbar zu machen und mit einer
Aussichtsplattform zu versehen. |
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1998 |
Die
Burg wurde unter Aufsicht des Bundesdenkmalamtes geleitet |
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1999 |
Feierliche
Eröffnung |
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1923
schrieb Ludwig Isling über die Burg: Vor hundert Jahren noch konnte man auf dem Maßenberg eine im bewohnbaren Zustande befindliche Ruine erblicken, welche Größe und Bedeutung der alten Maßenburg deutlich erkennen ließ. Aber Wind und Wetter zerstörten die Festigkeit der Mauern immer mehr; Vandalismus und Mangel an Pietät trugen das Weitere dazu bei und da sich in den baufälligen Trümmern allerlei unheimlich Volk einzunisten begann, so ließ man das Mauerwerk endlich gänzlich abtragen. Heute ist nur mehr ein kleiner Teil des Wirtschaftsgebäude erhalten. |
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Links: Veit Zollner von Maßenberg (-1547) 1 2 3 4 5 Abt Johann (Joannes) Zollner ( - 1545) 1 2 3 Bischof Johannes von Zollner ( - 1545) 1 2 3 4 5 6 Grabsteine von Zollner 1 Erasmus Zollner von Maßenberg 1 Peter Zollner von Maßenberg 1 Sigmund Friedrich Zollner von Maßenberg 1 Georg Adam Zollner Freiherr von Maßenberg (1671 -1721) 1 2 3 4 Hans Ludwig Zollner Freiherr von Maßenberg (1628 - 1674) 1 2 3 4 5 6 7 Gothard (Godard) Zollner von Massenberg (-1624) 1 2 Ludwig Conrad Zollner, Freiherr zu Massenberg. 1 2 Maria Regina Frein von Zollner ( verh. Stubenberg) (1670-1729) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Marie Christine Juliane Zollner von Massenberg (verh. Wildenstein) (1672-1708) 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 Maria Josepha Freiin von Maßenberg (verh. Attems) (1694-1764) 1 2 3 4 5 6 Susanna Eleonore Frn Zollner (1644-1676) 1 2 Maria Franziska Zollner von Maßenberg (1672-1721) 1 Maria Giuseppa Elisabetta Baronessa Zollner von Maisenberg 1 Francesco Giovanni Luigi Barone Zollner von Massenberg (1628-1774) 1 Maria Aloisia Zollner von Maissenberg (verh. Wagensperg) (1679-) 1 Barbara Maximiliana Zollner von Massenberg (verh. Khünnburg, Kuenburg, Küenburg) 1 Gertrud Zollner von Massenberg (verh. Khünnburg, Kuenburg, Küenburg) 1 Stadt Leoben Österreichisches Falmilienregister Vischer Stich aus dem Buch Topographia Ducatus Stiriae Stammbuch des Georg Birckel 1599-1618 Edelleute.at Internet-Gotha |
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Fam.
Zollner von Massenberg in der alten Literatur |
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